V3b

 

Vorsichtung mSTART

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Vorsichtung mSTART
Vorsichtungsalghorithmus für MANV
DEFINITION
mSTART: vereinfachtes Vorsichtungsschema für eine rasche erste Priorisierung bei einem Massenanfall von Verletzten.

Klinischer Hintergrund

mSTART strukturiert die erste Priorisierung vieler Betroffener anhand rasch prüfbarer Funktionen. Der Vorteil liegt in einer einheitlichen Sprache zwischen Einsatzkräften und einer begrenzten Entscheidungszeit pro Person. Diese Vereinfachung geht zwangsläufig zulasten diagnostischer Genauigkeit.

Eine anfänglich stabile Person kann später dekompensieren; umgekehrt kann ein auffälliger Einzelbefund durch äußere Umstände beeinflusst sein. Vorsichtung und ärztliche Sichtung erfüllen unterschiedliche Aufgaben und dürfen nicht verwechselt werden. Entscheidend sind wiederholte Reevaluation, konsistente Kennzeichnung und eine belastbare Kommunikation zwischen den Einsatzabschnitten.

KLINISCHE EINORDNUNG
Vorsichtungskategorien beschreiben Dringlichkeit unter Ressourcenknappheit, nicht den vollständigen klinischen Zustand.
⚠ RED FLAGS
Dynamische Verschlechterung, neu auftretende Atemstörung oder nicht mehr ansprechbare Patienten.
MERKE
Wiederholungssichtung und konsistente Dokumentation sind integraler Bestandteil des Verfahrens.
DIFFERENZIALDIAGNOSEN
PRIOR und weitere regional festgelegte Sichtungssysteme.

Die hier bereitgestellten Inhalte dienen als Lehr- und Prüfungsinhalt für die Notfallsanitäter-Ausbildung an den hessischen Rettungsdienstschulen - sogennante "Hessen Algorithmen" - und berufen sich auf die "Algorithmen zur Notfallversorgung" der UAG (ÄLRD) der AG 3 Expertengruppe zum NotSanG des Hessischen Ministeriums für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege. Die Inhalte werden durch SOP-EASY kostenlos zur Verfügung gestellt. Alle Angaben sind jedoch ohne Gewähr.

Bei jedem Algorithmus wird die Durchführung der Basismaßnahmen nach dem ABCDE-Schema vorausgesetzt – bei hier besonders zu beachtenden Punkten wird zusätzlich darauf hingewiesen. Bezüglich der notwendigen Nachforderung des Notarztes sind die lokalen Vorgaben des Rettungsdienstträgers zu beachten.

Die Inhalte bilden den durch Diskussion erreichten Konsens eines Expertengremiums ab, welches sich durchaus bewusst ist, dass nicht alle Aspekte berücksichtigt werden können, da zu demselben Krankheitsbild teils unterschiedliche Leitlinien und Therapieempfehlungen der verschiedenen medizinischen Fachgesellschaften und Organisationen vorliegen. Durch routinemäßige Überprüfung in der Regel alle 2 Jahre und bei besonderem Bedarf unterliegen diese Algorithmen einem fortlaufenden Prozess der inhaltlichen Weiterentwicklung.

Quelle: UAG 3 (ÄLRD) der hess. Expertengruppe zum NotSanG (HMfG)

Übersicht

Vorsichtung mSTART
Vorsichtungsalghorithmus für MANV

Typ
Algorithmen
Kategorie
Keine
Version (ÄLRD)
01.01.2026
Redaktionell
09.10.2026
Quelle
UAG 3 (ÄLRD) der hess. Expertengruppe zum NotSanG (HMfG)

Zugehörige Algorithmen und Medikamente